Pasteups schnibbeln
24. Juli 2017

Jena 2017

Jena, wie ein klarer, warmer Wind,…

Als Sharon und ich uns morgens um 7:30 Uhr in Tübingen am Bahnhof getroffen haben war uns noch nicht klar, was uns in den kommenden 2 Tagen erwarten wird. Der Plan war 2 Städte zu bereisen, ohne sich mit diesen vorher groß auseinander gesetzt zu haben. Jeder durfte eine Stadt aussuchen und so wurde es Jena und Bayreuth.

Wir waren aufgeregt wie kleine Kinder. Einfach in den Zug steigen und irgendwo hin fahren. Ohne genaues Ziel, ohne zu wissen was uns erwartet. Bis hin zur Übernachtungsmöglichkeit via airbnb war alles eine Überraschung. Schon im Zug fingen wir angefangen uns auszumalen, was wir wohl erleben werden. So stellten wir uns vor, dass wir das Erlebte mal nieder schreiben werden, als Erinnerung für unsere Kinder und Kindeskinder. Ein Künstler und sein Kumpel gehen auf Reisen. Und es soll nicht die Letzte gewesen sein, das steht fest.

Jetzt war nur aber der „Kumpel“ kein schöner Titel der sich für eine Geschichte eignet. So suchten und erfanden wir einfach einen neuen Namen: „Patof“. Dieser erschließt sich aus den 2 Wörtern „Part“ & „of“, weil er Teil der Geschichte sein wird, die wir erleben werden. Dass das eine gute Idee war wussten wir spätestens als wir „Patof“ bei google eingegeben haben. Patof war nämlich ein Clown der eine eigene Serie im Kanadischen Fernsehen haben durfte.

So zog mein Patof plötzlich einen Stift und Block aus der Tasche und fing an sämtliche Dinge, die sich aus unseren Gesprächen ergaben, und seien es auch nur lustige Worte, aufzuschreiben. Die Fahrt verging wie im Flug!

„Jena Paradies“ heißt der Hauptbahnhof, welcher ein überschaubarer Durchfahrtsbahnhof ist, in Jena. Mein erster Gedanke war, dass das irgendwie wie der Titel eines Puffs klingt. Ausgestiegen haben wir allerdings dann doch sehr schnell gemerkt worum es geht. Die Gleise liegen hoch, läuft man die Treppe runter kann man über eine Wiese direkt an den Fluss „Saale“. Und der umliegende Park heißt „Paradies“. Kreuzt man die Bahnstrecke per Unterführung die andere Richtung, gelangt man direkt in die Altstadt. Wir wurden freundlicher Weise direkt von unserer Airbnb-Patin abgeholt und konnten unsere Sachen nach ca. 10 min. Laufweg in unserer Unterkunft abstellen.

Danach liefen wir direkt blindlings zum Bahnhof West und weiter zu dem dort direkt anliegendem Club Kassablanca. Auf diesem Areal ist einfach alles bunt und angesprüht, so lag es nahe, dass ich hier legaler Weise ein Mädchen kleben konnte. Dort haben wir den zweiten Kontakt zu einem Jenakerle der wegweisend für den weiteren Verlauf unseres Aufenthalts in Jena verantwortlich werden sollte :).

Nachdem wir anschließend eine echte Thüringer Bratwurst verdrückten, liefen wir durch Jena Richtung Saale, an der wir dann an der Bar „Strand 22“ strandeten um uns ein Pausebier am Wasser gönnen zu können. Danach folgte ein Parkspaziergang, eine Flußüberquerung, einParkspaziergang zurück und eine weitere Flußüberquerung… bevor wir dann wieder hungrig in die Altstadt pilgerten um eine Abendmahllocation ausfindig zu machen. Es wurde ein Rindergulasch mit Klösen und Schwarzbiersoße. Unglaublich lecker und ebenso unglaublich sättigend! Als wir damit fertig waren wars auch schon dunkel geworden und wir liefen ohne wirklichen Stop über die Wagnergasse, in der Kneipe an Kneipe vorzufinden ist, nach Hause. Für weitere Bier waren wir einfach zu müde…

Am nächsten Tag ließen wir es gemütlich angehen, bei Kaffe & Mettbrötchen zum Frühstück. So ging der Morgen mit ein paar letzten Schritten durch die Altstadt auch echt schnell rum und gegen Mittag stiegen wir dann beim Jena Paradies schon wieder in den Zug Richtung Bayreuth.

Unser Aufenthalt in Jena war wirklich kurz aber unglaublich schön, dass wir die ganze Fahrt nach Bayreuth von nichts anderem geredet haben. So positiv überrascht waren wir. Und wir wollen unbedingt mal wieder hin. Und es ist der Grund warum wir im zweiten Halbjahr eine weitere Stadt im Osten Deutschlands besuchen wollen!

Wenn ich Jena kurz beschreiben sollte würde ich sagen: Eine sehr ruhige, angenehme Stadt, umgeben von weitläufigen Wäldern, bestückt mit einem Flair gebenden Fluss und super freundlichen, rücksichtsvollen, hilfsbereiten und internationalen Einwohnern. Wir haben tatsächlich mindestens genauso viel Englisch gesprochen und gehört als deutsch.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.