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polaroid

girl Nr. 70 | 24.08.2016

 

Die Geschichte…

Seit mehreren Jahren bin ich im Besitz einer Fuji X100 Kompaktkamera und bin sehr zufrieden damit. Sie hat eine feste Brennweite, habe also nicht die Option das Objektiv zu wechseln. Das beschränkt die Möglichkeiten, war aber damals von mir bewusst so gewählt weil zu der Zeit ein großer Hype um Spiegelreflexkameras entstanden war und das Angebot an Objektiven und Zubehör auf dem Markt so unglaublich zugenommen hat, dass es ein sehr teures Hobby hätte werden können. Damit konnte ich mich diesem Trend entziehen und ich fand es auch eine Herausforderung mir selber so eine Einschränkung zu legen um die Fotografie mit diesen Begebenheiten zu erlernen. So fotografiere ich mit dieser also wie wild seit Jahren unzählige Millionen von Pixeln auf SD Karte und fülle so langsam alle Festplatten die mir zur Verfügung stehen. Was auch immer ich mit diesen ganzen Bildern anstellen werde… das geht anderen aber bestimmt genauso.

Die Menschheit fotografiert so viel wie nie. Egal ob mit Digitalkamera, Handy, iPad oder Laptop… überall sind Kameras eingebaut. Diese Bilder kann man natürlich jederzeit aufrufen und präsentieren, am Bildschirm. Die wenigsten machen sich die Mühe ihre Bilder entwickeln zu lassen. Nur z.B. zur Weihnachtszeit gehts ab weil… „Ach scheiße… ich hab noch kein Geschenk… ach dann lass ich schnell ein schönes Bild bei der Drogerie am Automaten entwickeln… eins aus dem Sommerurlaub, das ist ja dann auch was total persönliches…!“. Digitale Fotos haben natürlich auch den Vorteil, dass man sie nachträglich bearbeiten kann. Im Endeffekt muss man die Technik der Fotografie heutzutage nicht mal mehr verstehen da alles automatisch funktioniert. Und es gibt zum Genre Fotografie echt für alles eine App!

Der Reiz der Fotografie bleibt also ein Stück weit auf der Strecke. Bei einer Polaroid ist das anders. Die Bilderpatronen sind sehr teuer und enthalten genau 15 Bilder. Man hat genau einmal die Möglichkeit an der Kamera ein paar Einstellungen vorzunehmen um sie auf die Verhältnisse der Umgebung einzustellen und dann gibt es diesen entscheidenden Knopfdruck! Daher überlegt man sich zwei mal ob man den Auslöser drückt oder nicht. Danach, so geht es zumindest mir, folgt kurz eine Erleichterung, dass das Bild gemacht ist. Und dann wartet man bis das Bild aus der Kamera geschoben ist. Die nächsten 2-3 Minuten sind magisch. Auf dem noch leeren Foto entsteht ein Bild. Und man kann es live miterleben!

Klar ist das halt eine chemische Reaktion und alles erklär- und nachvollziehbar…. trotzdem ist es ein besonderer Moment in dem man etwas in der Hand auf dem wie aus Geisterhand ein Bild erscheint! Und es hat auch irgendwie Style das Bild am Rand, zwischen Daumen und Zeigefinger zu klemmen und in der Luft zu wedeln im Glauben, dass das Bild dadurch schneller, besser und schöner entwickelt wird. Wahrscheinlich hat es aber überhaupt keinen Einfluss auf die Entwicklung und alle machen das so weil das halt jeder so macht 😀

Jedes Bild ist also eine Überraschung. Und Überraschungen sind toll! Außerdem kann man das Bild direkt irgendwo mit doppelseitigem Klebeband festkleben oder bei sich tragen. Quasi eine Momentaufnahme-2go!

 

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