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refugees

 girl Nr. 56  |  30.07.2015

 

Die Geschichte…

 


Europa & Flüchtlinge. Das Thema ist ja aktuell in aller Munde. Hierbei habe ich entsetzt festgestellt erlebt,
dass Fremdenfeindlichkeit näher um mich rum ist, als ich das geglaubt hatte.

Angst bzw. Verlustangst spielt hier sicher eine große Rolle. Wie ich es beim girl „wall“  beschrieben habe… geht es uns ja gut… in unserer schönen, bunten, heilen Welt.
Wir leben sicher, haben unseren geregelten und gleichmäßigen Tagesablauf und wollen uns lieber mit Problemen beschäftigen, die wir lösen können. Und dann kommen da plötzlich andere, fremde Menschen… irgendwoher,
überall her.

Aber hey… *kopfstreichel* da muss man nicht gleich Angst haben… im Gegenteil… das ist doch nur eine neue, noch nicht erlebte Situation! Eine Herausforderung Chance die man mit gesundem Menschenverstand angehen kann. Eine Chance zu helfen. Sich mal aufraffen und etwas Gutes bewirken! Ich glaube auf Grund der heutigen Zeit und Umstände wird es in Zukunft viele Menschen geben, die am Ende der Lebenstage feststellen werden, dass sie ein schönes Leben hatten… aber eigentlich nicht wirklich was passiert ist und sie nichts positives bzw. fruchtendes bewirkt haben… etwas, das bis über den eigenen Tod hinaus reicht. Ob man dann guten Gewissens stirbt oder nicht ist dann wahrscheinlich auch egal (vorausgesetzt man muss sich danach nicht irgendwo dafür verantworten 🙂 ). Aber in Erinnerung bleiben wird so Jemand nicht lange…

Ich  habe die Reportage „ein schwarzes Loch“ von Hubertus Koch, erschienen im Weltspiegel am 21.08.2015 angeschaut. Wer sich traut, kann sich das hier anschauen. Da wird einem mal ganz schnell klar in welcher harmlosen, schönen, poppy und funky Welt wir leben und was direkt in unserer Nachbarschaft passiert. Und man bekommt die Bilder nicht so schnell aus dem Kopf. Und das ist auch gut so denn genau das ist die Realität. Und vor dieser sollte man sich nicht verstecken und schon gar nicht ignorieren.

…ich fahre zur Arbeit und schaue mir denn Sonnenaufgang an. Ein intensives und außergewöhliches Lichtschauspiel. Es ist still, kaum ein Mensch unterwegs. Hier und da Vögelchen, die eifrig durch die Luft flattern, um sich den ersten Wurm schnappen zu können. Leichte Nebelschwaden stehen über den Feldern und kein Lüftchen weht. Und es wird mir bewusst, dass dies genau der gleiche Sonnenaufgang ist, den andere Menschen im selben Moment, auf dem selben Grund stehend, ansehen. Im Vergleich zu mir jedoch völlig erschöpft, durstig, hungrig, krank, kontrolliert von Angst und Ungewissheit, geprägt von dramatischen, eingebrannten Bildern in ihren Köpfen… perspektivlos ins Leere schauend 🙁



Die Entstehung und Details des Motivs…


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